Ärger an der „Pulterbeeke“

Gefährliche Verkehrssituation nicht nur für Radfahrer

Stadt will dem Problem nach Ortstermin endlich zu Leibe rücken

Von Kurt Römming
Porta Westfalica-Nammen (krö). Die Stadt als Baulastträger reagiert. Bei einem Ortstermin an der Gefahrenstelle Barbarastraße, der nach den Beschwerden mehrerer Personen und unserer Nachfrage in der Angelegenheit bei der Verwaltung kurzfristig anberaumt wurde, überzeugten sich Ute Schröder, im Bereich Infrastruktur und Grünflächen für die Straßen zuständig, und Udo Diekmann vom Bauhof, dass hier dringlichst Nägel mit Köpfen gemacht werden müssen.
Um das Problem zu beseitigen und eine zukünftige Gefährdung der Verkehrsteilnehmer auszuschließen, soll auf dem zum Berge hin gelegene Teilstück der Barbarastraße im Kreuzungsbereich zunächst entschlammt, das lose Füllmaterial entfernt und im Niveau angleichend asphaltiert werden. Diese Arbeiten übernimmt der Bauhof. Die Tiefbaufirma, die hier bereits vor einigen Wochen arbeitete, wird östlich einen zusätzlichen Straßeneinlauf zur Aufnahme des bisher stauenden Oberflächenwassers setzen.
Zur Vorgeschichte: Ärger bei den Benutzern und den Anliegern der Straßenkreuzung Untkenstraße / Barbarastraße (an der „Pulterbeeke“) hatte sich schon aufgestaut, seitdem die nördliche Barbarastraße einschließlich der Kreuzung zur Untkenstraße 2018 ausgebaut wurde. Immer wieder bildete sich eine größere Schlammfläche. Für Fußgänger, u. a. berichtete ein Walker von einem kürzlich zum Glück glimpflich ausgegangenem Ausrutscher im Gefahrenbereich, war dieser dann nur schwerlich passierbar. Für Radfahrer und motorisierte Zweiräder wurde dies höchst gefährlich. Seit dem Ausbau liegt die Fahrbahn im Kreuzungsbereich einige Zentimeter über dem Niveau der zum Berge hin weiterführenden Barbarastraße. Der Höhenunterschied hatte man nicht asphaltiert, sondern nur mit Splitt und losem Bodenmaterial angeglichen.
Nicht nur Anwohner bemängelten, dass das Füllmaterial bei jedem Regenguss aufweichte und sich nachhaltig in eine Matschfläche verwandelte. Jeder Starkregen schwemmte zusätzlich Erdreich an.
Kurz vor Weihnachten arbeitete im Auftrag der Stadt in dem Problembereich über mehrere Tage ein Tiefbauunternehmen. Nach Osten und nach Süden hin, jeweils etwa 15 Meter von der Kreuzung zurückliegend, wurden in die Fahrbahnen großzügige Regengossen verlegt. Sie leiten das Regenwasser jetzt in die Wegeseitengräben ab. Frau Schröder, nach den Kosten der Maßnahme befragt: „In überschaubarem Rahmen.“
Aber das Problem blieb. Auch, weil man bei dem Arbeitseinsatz im Kreuzungsbereich die Schlammschicht nicht beseitigt hatte. Im Gegenteil: Durch die Fahrzeugbewegungen vergrößerte sich die Wasser- und Schlammfläche. Jeder Regenguss weichte weiterhin das lose Erdreich auf und macht die Fahrbahn der Barbarastraße zu einem „gefährlichen Pflaster“. Dazu ein Anwohner (er möchte namentlich nicht genannt werden): „Unverständlich, dass man das Übel wiederholt nicht bei der Wurzel gefasst hat, den Schlamm entfernte und angleichend Asphalt auftrug.“
In den nächsten Wochen, so haben es Ute Schröder und Udo Diekmann von der Stadt beim Ortstermin zugesagt, soll dem Problem nun gründlich zu Leibe gerückt werden.
Übrigens: Verkehrsrechtlich gibt es für den schlecht ausgebauten nördlichen Teilabschnitt der Barbarastraße, die auf den Moospfad einmündet, keine Beschränkung. Der Moospfad ist die mittlere von drei Straßenverbindungen von Nammen nach Wülpke/Kleinenbremen, auf halber Höhe parallel zum Wesergebirge verlaufend.

 


Bei nassem Wetter: trotz der eingebauten Regengossen eine einzige Matschfläche an der „Pulterbeeken“-Kreuzung, besonders für Fußgänger und Zweiradfahrer äußerst gefährlich.

 

 

 

 

Ute Schröder vom städtischen Bereich Infrastruktur und Grünflächen, Abteilung Straßen, sagte am Montag beim Ortstermin zu: „Wir agieren, das Problem wird bald vergessen sein.“
Fotos: Kurt Römming

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